Matthäus stand auf und folgte ihm nach. (Mt 9,9)
Heiliger Matthäus
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 9, 9–13
In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach.
Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Tagesimpuls
Matthäus stand auf und folgte ihm nach. (Mt 9,9)
Zu allen Zeiten, auch heute, erleben wir Menschen, die einfach beginnen, Jesus nachzufolgen. Wir wundern uns, warum sie das tun. Wir fragen nach einem äußeren Anlass. Aber die Motivation ist von Innen. Jesus ruft sie. Sie spüren innerlich, dass Jesus die Wahrheit ist. Das motiviert sie, mehr über Jesus zu lernen. Vergangene Woche hörte ich von einem 18jährigen Muslimen, der sich an einen Pfarrer gewendet hat, weil er jetzt getauft werden will. Der Pfarrer erzählte mir, dass er hoch motiviert sei, dass er sich so oft wie möglich treffen möchte, um auf die Taufe vorbereitet zu werden. Er erzählte mir aber auch, dass er schon „alles wusste“. Er hatte sich im Internet über Jesus erkundigt. Zum Glück gibt es auch viele gute Dinge über Jesus im Internet.
Matthäus stand auf und folgte ihm nach.
Man muss sich also nicht wundern, dass Matthäus eine so schnelle Entscheidung für Jesus getroffen hat. Das gibt es heute genauso. Sicher gibt es so viele Wege zu Jesus wie es Menschen gibt. Es gibt sicherlich auch lange Wege, wo Menschen erst allmählich zum Glauben an Jesus kommen. Aber wie gesagt, es gibt auch die „Kurzentschlossenen“ wie Matthäus.
Matthäus stand auf und folgte ihm nach.
Ich freue mich, dass es langsam auch bei uns immer mehr werden, die Jesus nachfolgen, auch und gerade unter jungen Menschen. Es kann schneller wieder bergauf gehen mit der Kirche, als wir denken. Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben. Vielmehr sollten wir für Berufungen beten. Und wir brauchen eine Kultur der Hoffnung und des Einladens, eine Willkommenskultur. Am Mittwoch haben wir hier bei uns einen Tag der Begegnung, der besonders dazu geeignet ist, dass Menschen neu dazukommen können. Jetzt ist genau der richtige Moment, noch Menschen einzuladen. Aber wir können auch Menschen zum Gottesdienst einladen. Warum nicht? Manch einer wartet vielleicht nur darauf, eingeladen zu werden. Alleine würde er sich nicht trauen. Aber wenn er eingeladen wird, kommt er.
Gebet:
Jesus, danke, dass du heute genauso rufst wie damals. Danke für die jungen Menschen, die du gerufen hast. Bitte rufe noch mehr Menschen in deine Nachfolge. Bitte hilf uns, dass wir offen sind und in deinem Namen einladen.
PS.: Hier ist der Link zu unserem Tag der Begegnung:
https://kirche-selfkant.de/tag-der-begegnung/
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