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Tagesimpuls

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. (Joh 6,35)

03 Woche der Osterzeit Dienstag

Joh 6, 30–35

In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus: Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Tagesimpuls

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. (Joh 6,35)

Der Mensch lebt am meisten von Liebe, nicht so sehr nur vom Materiellen. Aber das Materielle sind die vordringlichen Bedürfnisse. Gott weiß das und er sieht es, und er will uns mit allem versorgen, was wir nötig haben. Aber trotzdem sollen wir erkennen, dass die Liebe noch wichtiger ist, denn ohne die Liebe werden wir einen unendlichen ungestillten Durst haben.

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Deshalb schenkt Gott sich selbst. Das ist mehr als alles, was die Welt bieten kann. Aber es ist so wie bei einer Medizin, die langsam wirkt. Wir wollen immer den schnellen Effekt, die schnelle Befriedigung. Viele Dinge dagegen wirken erst nachhaltig. Und das Nachhaltige ist viel wichtiger für uns als die kurzfristig wirkenden Mittel. So ist es auch bei Jesus. Er wird unseren Hunger stillen, aber er ist kein Fast Food.

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Ich bin sicher. Wer täglich zur Anbetung geht, der wird auf die Dauer glücklich. Wer immer mit Jesus im Kontakt bleibt, der wird auf die Dauer glücklich. Und das besonders Schöne ist ja: Wer immer mit Jesus im Kontakt bleibt, dem werden oft auch die kurzfristigen Hilfen geschenkt, die er zum Leben braucht. Das geschieht nicht immer. Aber wenn wir bedenken, wie viel uns geschenkt wird, und wie selten es ist, dass wir auf eine Gebetserhörung warten müssen, dann ist es vielleicht ungerecht, wenn wir Gott nur nach dem beurteilen, was wir gerade nicht verstehen. Wir sollten vielmehr an all das viele Gute denken, was er uns so reichlich schenkt.

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Hier ist unser Glaube gefragt. Es ist wirklich wie bei einem Medikament, was erst nachhaltig wirkt. Auch da müssen wir dem Arzt glauben, dass es helfen wird, auch, wenn das etwas dauert. Wir müssen daran glauben, dass Jesus unser Lebensbrot ist, dass allein allen Hunger und Durst stillt. Jesus sagt: „Lasst euch nicht verwirren!“ Und an einer anderen Stelle sagt er: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!“ Lassen wir uns nicht von dem Glauben abbringen, dass er unser Lebensbrot ist! Es gibt nichts anderes, das uns wirklich glücklich machen wird. Sogar bei unserem Hunger nach menschlicher Liebe müssen wir vorsichtig sein, dass wir keine falschen Wege einschlagen. Jesus wird uns nie enttäuschen. Er allein macht uns glücklich! Und wenn wir in ihm bleiben, wird er uns auch Menschen schenken, die zu unserem menschlichen Glück beitragen.

Gebet:

Jesus, ich will mich nicht abbringen lassen von dem Glauben, dass du allein glücklich machen wirst. Es gibt so viele Zerstreuungen und Verlockungen, es gibt eine so große Sehnsucht in uns Menschen, die uns verleitet, auf falschen Wegen das Glück zu suchen. Aber wir stehen fest im Glauben, dass du unser ganzes Glück bist! Amen!

Pastor Roland Bohnen

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