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Tagesimpuls

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. ( Mt 24,40)

01 Advent Sonntag

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 24, 37–44

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.
Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,
und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.
Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.
Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Tagesimpuls

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. (Mt 24,40)

Wir erkennen an diesem Wort, dass das Christsein nicht unbedingt am äußeren Verhalten abzulesen ist. Zwei Menschen können genau dasselbe tun, und doch ist nur einer von ihnen Christ in dem Sinne, dass er zu Christus gehört und von Christus mitgenommen wird. Das, was sie gerade tun, kann eine gute Arbeit sein, es könnte aber sogar auch ein Gang zur Kirche sein. Wenn die innere Einstellung fehlt, die innere Beziehung zu Christus, der Glaube an ihn und das Vertrauen auf ihn, dann fehlt das Entscheidende.

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.

Wenn ich die Frage stelle: Was muss ich anders machen als Christ, dann kann die Antwort sein: Gar nichts! Du musst nur das, was du machst, für Jesus machen, aus Liebe zu ihm, mit ihm, mit seiner Gnade. Es kann in manchen Dingen auch sein, dass ich als Christ Dinge nicht mehr tue, die mit meiner Nachfolge Jesu nicht kompatibel sind. Das könnte aber ein Nichtchrist ebenso. Auch ein Nichtchrist kann sein Leben ändern und Dinge nicht mehr tun, die mit seinem Gewissen oder seinem Verständnis von Menschlichkeit nicht vereinbar sind. Das moralische Handeln ist ein Gebot für alle Menschen, nicht nur für die Christen.

Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen.

Hier betont Jesus deutlich die innere Einstellung, die Wachsamkeit, die Aufmerksamkeit auf ihn, der geistigerweise in unserer Welt und in unserem Leben präsent ist und von uns wahrgenommen werden möchte. Das ist ein ganz innerer Akt. Deswegen kann man ihn auch nicht so gut erklären. Das Äußerliche verstehen die Menschen. Daher wird auch so viel vom Äußerlichen gesprochen. Ich vermute, dass in den meisten Religionsstunden oder Schulgottesdiensten davon gesprochen wird, dass das Wichtigste am Christsein das Teilen und Helfen sei. Das ist das äußerliche Verhalten. Aber wenig wird erklärt vom Glauben, von der inneren Beziehung zu Jesus, vom Gebet. Das ist das Innerliche, was man nicht so gut greifen und erklären kann. Aber Jesus sagt, dass das das Wichtigste ist: Wach bleiben und ihn erkennen.

Gebet:

Jesus, ich will dich erkennen. Immer wieder geschieht es leider, dass ich mich ablenke und dich aus den Augen verliere. Bitte hilf mir, wachsam für dich zu bleiben. Lass mich zu denen gehören, die mitgenommen werden in dein Reich!

Pastor Roland Bohnen

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